Lugo wechselt Armeespitze aus
Präsident Ferndando Lugo reagiert auf politischen Kongress in einer Kaserne.
Als Oberbefehlshaber der vereinigten Streitkräfte des Landes entliess Fernando Lugo gleich drei hohe Offiziere. Die Chefs der Armee, der Marine und der technischen Dienste wurden durch Lugo genehme Leute ersetzt. Grund sei die Duldung politischer Aktionen auf dem Gelände der Kasernen. Die junge Linke hatte dort Anfangs Mai einen Kongress mit ca 1500 Teilnehmern durchgeführt. Anfänglich verlief alles ruhig, bis plötzlich Fotos von Che Geuvarra, Fidel Castro und Hugo Chávez ausgepackt und für die sozialisitsche Partei Paraguay’s P-MAS (Partido del Movimiento Al Socialismo) geworben wurde. Die Welle der Empörung über diese Aktion, speziell in den Medien habe Lugo keine andere Wahl, als diese drastischen Massnahmen gelassen.
Aus verständlichen Gründen anonym, reagierten einige höhere Offiziere ungehalten über die Absetzung ihrer Chefs. Sie werfen dem Präsidenten vor, nicht nur von der Aktion gewusst, sondern sie auch ausdrücklich genehmigt zuhaben. Jetzt, nachdem die Kritik laut und massiv würde, wasche er seine Hände in Unschuld und delegiere die Verantwortung an seine Untergebenen.
Journalisten werten die Neubesetzung der Posten als eine Schwächung der linken Bündnispartner in Lugos Koalition. Die P-MAS und die MPT (Movimiento Popular Tekojoja (Tekojoja = Guaranà für vida igualitarÃa, etwa Leben in Gleichberechtigung), waren Mitorganisatoren dieses Anlasses. Für Kopfschütteln und Heiterkeit sorgte die Tatsache, dass die Direktion des binationalen Wasserkraftwerkes Yacyretá, den Kongress der jungen Linken mit 98 Millionen Guaranies (ca. 19500 US$) gesponsert hatte. Geld, das der Paraguayanische Direktor der Gesellschaft, Carlos Cardozo, jetzt aus der eigenen Tasche wieder zurückzahlen will.
Allgemein zeige die Massnahme, dass Lugo’s Regierung auf sehr schwachen Beinen stünde, meint die Analystin der Tageszeitung Ultima Hora.
Junge Linke wehrt sich
Die Organisatoren des Kongresses wehren sich gegen die Polemik die hauptsächlich von der opositionellen Partei ANR (Asociación Nacional Republicana, die ehemalige Regierungspartei Paraguay‘s) komme. Den colorados sei jedes Mittel recht, Lugos Regierung zu destabilisieren. Der Kongress der jungen Linken sie ausschliesslich kultureller Natur gewesen. Sie seien Gäste der Kaserne gewesen, nie habe es am Respekt gegenüber den Paraguayanischen Streitkräften gefehlt.











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