Amis in Paraguay
Nachdem auch der letzte Zweifler die steigende Präsenz der Amis in Paraguay nicht mehr ignorieren kann, fragen sich die Menschen, ob die, im Chaco geplante neue Stadt, ein Geheimdienstprojekt der USA ist.
Der paraguayische Chaco. Eine menschenfeindliche Gegend, die durch das Wirken der Mennoniten, die sich zu Beginn dieses Jahrhunderts dort ansiedelten, fruchtbar und ertragreich wurde. Was gibt es noch im riesigen Chaco? Das jährliche Auto-Rennen, diverse Ureinwohner, Missionsstationen, zivilisationsgeschädigte Aussteiger, die letzten frei lebenden Wildtiere des Landes, nebst einer interessanten Pflanzenwelt und viel Armut unter der dort lebenden einheimischen Bevölkerung. Den Besucher erwarten große Hitze, viel Staub und Insektenplagen.
Seit etlichen Jahren plant eine US-amerikanische Firma namens Saimp-Saens, ausgerechnet im Chaco, genauer gesagt im Department Villa Hayes den Bau einer kompletten neuen Stadt. Die Firma hat bereits in Asuncion, der Hauptstadt Paraguays ein Büro eröffnet und mit dem Gouveneur von Villa Hayes, Isidor Roussilion Gespräche geführt. Dieser habe wiederum bei der Regierung Paraguays um Unterstützung nachgesucht. Die Fläche der Stadt soll etwa 1800ha betragen und die Unterstützung des Staates Paraguay soll darin liegen, daß der Staat dieser Firma die Hälfte des benötigten Landes schenken soll.
Zunächst sollen 2 Brücken über den Rio Paraguay, zwei Hotels, ein internationaler Großflughafen und ein Industriepark gebaut werden. Die Firma behauptet für den Anfang 200 Millionen US-Dollar in die Stadt investieren zu wollen. Einiges der hochtrabenden Pläne wurde mittlerweile bereits in Angriff genommen.
Nun ist ja hinreichend bekannt, dass die Amis nicht gerade durch herausragende Intelligenz glänzen, aber welcher Firmeninhaber kann die allgemeine US-Verdummung derart toppen und einen Industriepark in einem so weltabgeschiedenen Winkel Südamerikas ansiedeln? Es sei denn, man wollte die gesamte Produktion der dort gefertigten Industrieproduktion ausfliegen. Die arme Bevölkerung Paraguays ist nicht kaufkräftig und für den Export hat Paraguay keine Infrastruktur.
Die Vermutung, dass hinter dieser ominösen Firma eine Sekte oder ein Geheimdienst steht, liegt nahe. Für Geheimdienste wäre der Standort allerdings strategisch hervorragend geeignet. US-Verteidigungsminister Rumsfeld besuchte während seiner Amtszeit Paraguay. Vermutlich wurde über die Errichtung eines US-Militärstürzpunkts in Paraguay gesprochen. Venezuela, Kuba, Uruguay und Brasilien zeigten sich besorgt, doch die Regierung Paraguays bestreitete damals die geplante Errichtung des Stützpunkts, der mittlerweile Realität ist.
Der Besuch eines US-Verteidigungsministers in einem unbedeutendem Staat wie Paraguay gab natürlich Rätsel auf. Öffentlich erklärten Rumsfeld und der damalige Präsident von Paraguay, Nicanor Duarte Frutos, daß die USA kein Interesse daran habe in Paraguay einen Militärstützpunkt zu errichten. Beide erklärten, man habe über Drogenbekämpfung, Produktpiraterie und grenzübergreifende Verbrechensbekämpfung gesprochen.
Das war mehr als unglaubwürdig, weil alle diese Dinge nicht in die Kompetenz eines Verteidigungsministers fallen. Außerdem gäbe es hierfür geeignetere Standorte innerhalb Paraguays, als ausgerechnet den Chaco. Rumsfeld warf Kolumbien, Kuba und Venezuela vor, die Unruhe in Bolivien zu schüren. Er bot den Nachbarländern Boliviens, Paraguay und Peru militärische Hilfe an, damit diese sich vor einem Übergreifen der Unruhe schützen können.
Seit Juli 2005 gibt es nun US-Truppen in Paraguay, die gemeinsam mit Spezialtruppen Paraguays und der Luftwaffe Paraguays fleißig das Niederschlagung von Aufständen üben. Die US-Truppen sind (oder waren zumindest, die Standorte wechseln) in den Städten Yasi Cany, Ygatime und Curuguaty in der Region Canindeyu stationiert.
In der Bevölkerung bemühen sich die US-Truppen stets um Sympathie, indem sie Sanitäter und Ärzte für die arme Bevölkerung zur Verfügung stellen. Seltsamerweise dürfen US-Soldaten, die in Paraguay Vergehen oder Verbrechen verüben, nicht vor ein Gericht in Paraguay gestellt werden. Darüber existiert eine zwischenstaatliche Vereinbarung. Das macht auch Sinn, denn welcher US-Gangster will schon in einem der katastrophalen paraguayischen Gefängnisse enden wo der Hungertod droht, wenn keine Familienangehörigen das Essen bringen? Das dürfte selbst den härtesten Marine aus den Boots hauen.
Es gibt widersprüchliche Angaben seitens der Regierung darüber, wie lange die US-Truppen in Paraguay bleiben werden. Zur gleichen Zeit als Rumsfeld in Paraguay weilte, behauptete Daniel Glaser, US-Unterstaatssekretär beim Schatzamt der USA, daß es im 3-Ländereck Argentinien-Brasilien-Paraguay einen Al-Quaida-Stützpunkt gäbe, wo Drogengelder gewaschen werden, um die Al-Quaida zu finanzieren.
Zeitgleich mit dem Aufenthalt Rumsfelds in Paraguay, führte die Brasilianische Luftwaffe ein große Übung mit Fallschirmjägern und motorisierten Landstreitkräften an der Grenze Paraguays in genanntem 3-Ländereck durch, bei dem zur Übung ein Elektrizitätswerk von Terroristen befreit wurde. Eine solche Übung hatte es noch nie gegeben und es wird vermutet, daß die Brasilianer demonstrieren wollten, daß die USA hier überflüssig sind.
Paraguay hat eine hohen Stellenwert für die US-Politik, nicht nur aus Gründen der paranoiden Terrorangst. Wie groß diese Bedeutung ist beweist, daß die US-Botschaft in Paraguay mehr Mitarbeiter beschäftigt, als alle anderen Botschaften in Südamerika zusammen. Es wurden große Erdgas- und Erdölvorkommen im Nordwest-Chaco in Paraguay entdeckt: Bereits jetzt werden täglich 900.000 Kubikfuß (1 Kubikfuß = 28,32 Liter) gefördert. Bis jetzt fehlt das Geld, um Gasleitung in die Hauptstadt Asuncion zu verlegen und das Gas wird mit Tankwagen abtransportiert.
Im nordwestlichen Chaco hat die US-Firma Pennzoil bzw. Devon Energy Corporation bereits vor Jahren Probebohrungen durchgeführt. Allerdings hat diese Gesellschaft erst 60% der Meßunterlagen herausgegeben und verweigert bis zum heutigen Tag die Herausgabe der restlichen Aufzeichnungen und Meßwerte.
Man ist nun gespannt, wie der neue Präsident von Paraguay, Fernando Lugo, mit der amerikanischen Invasion umgeht, zumal sein Wahlkampf als von den Amis finanziert gilt. Seine erste Amtsreise führte ihn in die USA, wo er im weißen Haus Gespräche mit George Bush führte, deren Inhalte nicht veröffentlicht wurden.
Die US-Botschafterin vor Ort sorgt für eine lückenlose Überwachung Lugos, ihr entgeht nicht das kleinste Detail. Geht man mit wachen Augen durch die Hauptstadt Paraguays, fallen die Herren auf, die sich auffällig unauffällig verhalten und ganz klar als CIA-Agenten zu identifizieren sind. Erstklassige Hotels und öffentliche Veranstaltungen sind besonders betroffen.
Am vergangenen Wochenende wurden zwei hoffnungslos betrunkene amerikanische „Touristen“ vom Geschäftsführer der Nachtbar, in der sie sich aufhielten höflich gebeten, das Lokal zu verlassen, worauf einer von ihnen wütend seine CIA-Marke zückte und dem überraschten Manager mit Festnahme drohte.
Am darauf folgenden Tag beschwerte sich genannter Geschäftsführer bei einem befreundeten Politiker, der ihm jedoch riet „Stillschweigen“ zu bewahren. Daraufhin begab sich der Mann erbost zur US-Botschaft, um sich direkt an höchster Stelle zu beschweren. Als er endlich vorgelassen wurde, begegneten ihm auf dem Flur ausgerechnet die beiden Missetäter, die ihn jedoch nicht erkannten. Er folgt ihnen unauffällig, bis sie in einem der Büros verschwanden. Sofort begab er sich zu der Person, die für „Beschwerden“ zuständig ist und erklärte seinen Fall.
Natürlich wurde die Existenz der beiden Agenten geleugnet und der Mann musste ohne Erfolg das Feld räumen, was ihn sehr aufbrachte. Er sprach mit einem befreundeten Journalisten, der eine aufregende Story witterte und sich um den Fall kümmern wollte. Gestern rief der Journalist ihn mit den Worten an, dass „man da wohl nichts machen könne“. Die anfängliche Euphorie des Journalisten war dahin, seine Stimme wirkte gedrückt. Offensichtlich hatte man ihn bedroht.
Der Bar-Manager löste das Problem auf seine Art. An der Tür der Nachtbar hängt nun ein Schild, auf dem in englisch zu lesen steht, dass „Amis der Zutritt verboten ist“. Vermutlich wird ihm dies eine Klage einhandeln, aber er verliert lieber seinen Job, als sich „terrorisieren zu lassen“.
Vielen Paraguayern ist der Einfluss der Amerikaner ein Dorn im Auge, da sie das Auftauchen US-amerikanische Soldaten grundsätzlich mit kriegerischen Auseinandersetzungen assoziieren. Ein Grund mehr, um dem Volk zu verheimlichen, wie groß die Macht der Amerikaner in Paraguay bereits ist.







Einfach nur abgeschrieben von Wallstreet-Online vom 27.05.2005!!!!
Frechheit!!! Das ist kein Journalismus!!!!
Genau – und noch dazu eine uralte Kamelle …..
“Bereits jetzt werden täglich 900.000 Kubikfuß (1 Kubikfuß = 28,32 Liter) gefördert. Bis jetzt fehlt das Geld, um Gasleitung in die Hauptstadt Asuncion zu verlegen und das Gas wird mit Tankwagen abtransportiert.”
Ich habe eine kleine frage sind sie nicht der Meinung wenn über 25 Millionen liter täglich mit Tankwagen transportiert werden das dann nicht mindestens ab und zu mal irgendwo im chaco ein Gastankwagen zu sehen sein müsste?? Ich fahre des öfteren in den chaco und habe noch NIE einen gesehen.
“Man ist nun gespannt, wie der neue Präsident von Paraguay, Fernando Lugo, mit der amerikanischen Invasion umgeht, zumal sein Wahlkampf als von den Amis finanziert gilt.”
Sie sind also wirklich der Meinung das die Amis einen linken Präsidenten an die Macht verhelfen??
“Geht man mit wachen Augen durch die Hauptstadt Paraguays, fallen die Herren auf, die sich auffällig unauffällig verhalten und ganz klar als CIA-Agenten zu identifizieren sind.”
Ich denke dafür braucht man nicht nur wache Augen sondern auch eine gute Portion Fantasie.
das ist kein Journalismus – einfach abschreiben !
die Geschichten auf deiner Webseite habe ich gerne gelesen,
aber uns hier verarschen, ist doch normal nicht dein Stiel
liebe Christine
Hallo Christine,
abgeschrieben oder nicht dieser Artikel, moechte ich Dir zu Deinem PY online-news Landesinformation Paraguay auf jeden Fall gratulieren. Mach bitte weiter so …..
Gruesse aus Mexico
Ludwig
Ich habe den Artikel beim Wallstreet-Online gesehen. Der genannte Artikel aus dem inhaltliche Informationen eingeflossen sind wurde explizit unter freier Lizenz zur weiteren Veröffentlichung veröffentlicht. Selbst eine eins zu eins Wiedergabe wäre daher möglich. Wie ich das sehe, wurde der Artikel aber nur für weitere Informationen herbeigezogen.
(Im Gegensatz zu vielen Paraguay Foren und Seiten, welche teilweise Christina Brams Artikel eins zu eins einfach übernehmen, ohne wahrscheinlich die Autorin selbst um Erlaubnis oder deren Rechte gefragt zu haben!)
Störend ist eher (und da hat die Autorin vielleicht nicht darauf geachtet), dass der Wallstreet-Artikel schon etwas älter war. Wenn nach weiteren Informationsquellen gesucht wird, dann sollte man auf das Datum der Veröffentlichung schauen.
Ansonsten kann ich nur positives über diese Seite und die Autorin berichten. Weiter so!
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